
KI in der Kardiologie
10. Juni 2024Das bewährte Höhentraining für Sportler wurde auf den Boden geholt. So kann nun in spezialisierten Arztpraxen im Zuge der sogenannten Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT) abwechselnd sauerstoffarme und sauerstoffreiche Luft über eine Atemmaske eingeatmet werden. Das verbessert die Zellgesundheit und hilft bei verschiedensten Erkrankungen.
Wechselnde Sauerstoffkonzentration
Aus dem Spitzensport kennt man bereits das Höhentraining. Athleten begeben sich auf mehrere Tausend Meter Höhe, damit ihr Körper durch den Sauerstoffmangel in der Höhenluft Anpassungsmechanismen vornimmt und so die Sauerstoffaufnahme und -verwertung verbessert. Diesen Effekt macht sich nun auch die Sauerstofftherapie IHHT zunutze, die den Körper wechselseitig mit geringem (Hypoxie) und hohem (Hyperoxie) Sauerstoffgehalt versorgt.
Die Patienten atmen über eine Sauerstoffmaske in der Trainingshypoxie einen geringen Sauerstoffgehalt von 9-16 % ein, in der Trainingshyperoxie einen hohen Gehalt von ca. 36 %. Die Phasen, in denen wenig Sauerstoffgehalt eingeatmet wird und jene, in denen es zu einem Sauerstoffüberschuss in der Atemluft kommt, wechseln sich ab. Der übliche Sauerstoffanteil in der Luft liegt übrigens bei knapp 21 %.
Neue Kraft für die Zellen
Durch diese Form des Zelltrainings wird die körpereigene Leistungsfähigkeit gesteigert sowie die Regeneration verbessert. Denn die Mitochondrien, das sind jene Zellen, die Energie produzieren und liefern, werden durch die Intervalle der unterschiedlichen Sauerstoffkonzentrationen stimuliert. Alte Mitochondrien sterben ab, neue und leistungsfähige werden gebildet. Die auch als „Kraftwerke der Zellen“ bekannte Mitochondrien liefern also wieder volle Power.
Therapie in entspanntem Setting
Dabei erfolgt die Therapie ganz bequem im Liegen oder Sitzen, die Luft wird über eine Atemmaske eingeatmet. Die Dauer einer Trainingseinheit liegt zwischen 40 und 50 Minuten. Meist werden zehn bis zwanzig Einheiten empfohlen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Erste Effekte sind aber bereits nach drei bis vier Einheiten zu spüren.
Erfolgreich bei vielen Erkrankungen und zur Vorsorge
Die Einsatzgebiete der Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie sind vielseitig: Sie eignet sich für stressbedingte Erkrankungen, wie Erschöpfungszuständen, Burnout, Schlafstörungen sowie Unruhe, auch bei der Behandlung Long Covid-Betroffener kann sie nützlich sein. Erfolgversprechend ist die Anwendung zudem bei metabolischen Erkrankungen und Herzkreislauferkrankungen. Und natürlich dient die Sauerstofftherapie zur Leistungssteigerung und Rehabilitation im Sport, sowie ganz generell zur Prävention.
Um unser medizinisches Angebot immer auf dem aktuellen Stand zu halten biete ich diese erfolgreiche Zelltherapie ab sofort auch in meiner Ordination an.
Bei Interesse stehen wir gerne für Fragen oder erste Therapiegespräche zur Verfügung.